DORFFUNK_Ost - Die Stimme aus dem ostdeutschen Outback
Das ist der Podcast von Dirk Neubauer. Ehemals Landrat, vormals Bürgermeister, politischer Denker im lokalen Raum. Jetzt Unternehmer, Keynote-Speaker, Grüner Investor und Spiegel-Bestsellerautor. Gründer des Denkwerkes Ost. Hier werden Themen des sächsischen Outbacks behandelt. Die letzte Meile der Politik will hier Denkanstöße platzieren, Debatten spiegeln und Einsichten geben in das, was uns im lokalen, politischen Kleinstraum beschäftigt.
DORFFUNK_Ost - Die Stimme aus dem ostdeutschen Outback
#dorffunkOst/Faktencheck: Propaganda fürs Dorfkino? Wie ein Film gegen Windkraft Fakten negiert
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Ein Film über Bürgerinitiativen gegen Windkraft ist nichts Verwerfliches. Im Gegenteil. Wenn dieser Film aber ohne Faktencheck, Recherche und gespickt mit Halbwahrheiten und gezielten Falschaussagen glänzt, dann darf dies so nicht stehen bleiben. Die Doku "Wenn sich der Wind dreht", die gerade verschiedenen Kleinkinos deutschlandweit angeboten wird tut das, was Sie der Gegenseite vorwirft. Sie sagt an vielen Stellen schlicht nur die halbe Wahrheit oder behauptet schlicht Unwahres. Politik ist korrupt, die Bürger:innen werden ignoriert. Der Klimawandel ist irgendwie da, aber hat wohl nichts mit uns zu tun. Und die Erneuerbaren machen krank, sind unwirtschaftlich und ineffizient. Damit erweist der Film denen, die vor der Kamera vielleicht berechtigt ihre Sorgen formulieren einen Bärendienst. Denn er lässt offen, ob diese Sorgen tatsächlich berechtigt sind, oder nicht. Denn Recherche im konkreten Einzelfall gibt es keine. Und so benutzt der Film Bürgerengagement, um Propaganda zu machen. Mit viel Gefühl, Heimatbildern und Betroffenheit. Was leider auf der Strecke bleibt, ist der Diskurs, den wir wirklich brauchen. Eine Kritik zu einem Film, den es besser so nicht gegeben hätte. Der Faktencheck dazu unter dorf.energy/blog
Hallo und herzlich willkommen aus Augustusburg. Hier ist mal wieder der Dorffunk Ost. Mein Name ist Dirk Neubauer und ihr wisst ja, wir gucken mal mal ein bisschen kritisch auf die Themen und eigentlich wollte ich Sommerpause machen, aber mich erreichte eine E-Mail eines Betreibers eines kleinen Dorfkinos, der mir berichtete, dass man an ihn herangetreten sei, mit der Bitte einen Film zu zeigen. Eine angebliche Dokumentation, so nennt sich das Ganze, zwei Stunden 39 lang und der Titel verrät schon, worum es geht, wenn der Wind dreht. Ja, was ist das Ganze? Ich habe es mir angesehen daraufhin und war wirklich harter Tobak. 2 Stunden 39, alles, was man erzählen kann aus der Anti-Windkraft-Themenschublade. Und da habe ich mir gedacht, okay, wir nehmen den Film mal ein bisschen unter die Lupe und gucken mal auf den Faktencheck. Und vor allen Dingen sagen wir mal hier über diesen Kanal an alle, die vielleicht auch gebeten werden, den Film zu zeigen, überlegt euch das, was er da zeigt. Denn es ist nichts dagegen einzuwenden, dass Anti-Windkraft-Kampagnen ihrem Frust Stimme verleihen, das ist gar nicht der Punkt. Aber die Art und Weise, wie das Ganze produziert ist und vor allen Dingen auch viele, viele Aussagen, die in diesem Film sind, sind nicht nur kritisch, sondern schlicht nicht nur halbwahr, sondern auch glatt gelungen. Und ich finde, an der solchen Stelle sollte man dann im Zuge der Pferden auseinandersetzen zu den Themen, die man ja führen kann und muss. Da bin ich großer Fan von. Muss man da schon ein bisschen aufpassen, dass man nicht irgendwelche Narrative reitet, die schlicht und ergreifend Menschen auf die falsche Fährte locken. Denn wir sehen ja gerade selber sehr intensiv in Europa and auch hier bei uns zu Hause, dass der Klimawandel voranschreitet. Und wir sehen, wie unsere Wälder leiden, wir sehen, wie Flüsse trockenfallen. Also wir sehen ja eigentlich, dass wir was tun müssen. Und dieser ganze Film hat so ein bisschen diesen Grundton, naja, warm war es schon immer mal und ein Klimawandel ist schon da, aber ob der Menschen gemacht ist, das wissen wir auch nicht so ganz genau. Das ist so eine Aussage, die ganz am Ende im Abspann dann auch mal folgt. Aber mir geht es gar nicht so sehr um diesen Abspann, sondern mir geht es eigentlich um den Weg dahin. Und ja, dass es hier vor allen Dingen doppelt kritisch ist, dass offensichtlich Bürgerinitiativen, die ich tatsächlich begrüße, mit denen wir auch viel arbeiten, mit denen wir viel im Gespräch sind, auf diese Art und Weise ja eine große Enttäuschung erfahren. Denn der Film ist eine Aneinanderreihung von Protest, aber er gibt keine Antwort. Und am Ende des Tages ist es dann die Geschichte, die wir die letzte Zeit immer hören oder die wir in Deutschland jetzt gerade insgesamt führen: Strom wollen wir alle haben, aber einen Tagebau wollen wir nicht, einen AKW wollen wir vor der Tür auch nicht, Windkraftanlagen wollen wir nicht. Und da ist er dann schon mal die Frage zu stellen, wo kommt er denn her, der Strom? Und das ist so, mein Kernproblem, was ich mit diesem Film eigentlich habe, ist, dass man über zwei Stunden 39 nur eine einzelne Perspektive fährt. Und diese ganzen vielen Sachen, die dort von Bürgerinnen und Bürgern vorgetragen werden, und da waren einige dabei, da muss ich wirklich sagen, der hätte mich sogar interessiert, was sagt denn eine Behörde eigentlich dazu, weil das sind schon Sachen, die man behandeln muss. Aber das ist der Film völlig unberührt. Das heißt also, es gibt keine Gegenperspektive, es gibt kein Stück Recherche in der ganzen Veranstaltung, es gibt nur Aussage und Aussage. Und die sind eben streckenweise wirklich sehr, sehr problematisch. Ich will mal ein Beispiel sagen, was besonders krass ist. Irgendwann wird in diesem Film gesagt: 70% aller Bundestagsabgeordneten wären an Projekten der erneuerbaren Energien beteiligt und würden deshalb solche Gesetze machen. Das ist grundweglich schlicht gelogen. Wir haben das auch recherchiert. Wir haben einen Blog dazu geschrieben, den müsstet ihr euch mir angucken, weil ich jetzt hier auch nicht jede Zahl auseinandernehme in diesem Podcast. Mir geht es nicht ums große Ganze, aber ihr könnt gerne einen Blog lesen auf Dorf.energy findet ihr den. Da habe ich wirklich ausführlich alles mal gegengeprüft. Also ich glaube, es haben tatsächlich auch nur ein Drittel aller Bundestagsabgeordneten überhaupt eine Nebentätigkeit. Und ein niedriger, niedriger, einstelliger Prozentsatz wären tatsächlich Menschen, die in irgendeiner Form mit Erneuerbaren zu tun haben, meistens im Rahmen von Bürgergenossenschaften, Energiegenossenschaften. Und das ist dann wahrlich nichts Verwerfliches und schon gar kein Grund, eine Gesetzgebung zu machen. Und die Gesetzgebung, die wir gerade machen, die ist ja nun auch nicht unbedingt freundlich für die Erneuerbaren, sondern eher genau das Gegenteil. Was ja wirklich gerade auch zu beklagen ist, denn hier wird sehr viel, was schon erreicht worden ist, gerade in Frage gestellt. Und glaubt mir, die Situation in diesem Bereich ist gerade alles andere als erfreulich. Nicht so sehr, weil Subventionen zurückgefahren werden, sondern weil es um eine generelle Richtungsänderung geht. Ich kann mal ein bisschen erläutern. Also viele, viele der neueren Projekte sind ohnehin sehr marktorientiert ausgerichtet. Und ich muss immer wieder sagen, der Strom, der aus den Erneuerbaren kommt, ist der günstigste Strom, den wir in diesem Land haben, dass dieser Strom zu teuer ist. Am Ende des Tages hat andere Gründe. Da müssen wir auf Netzausbau schauen beispielsweise. Da müssen wir auf die ganzen Nebenkosten, Steuern etc. pp blicken. Also der geringste Teil des Strompreises ist sozusagen der Preis der Erzeuger. Denn der liegt irgendwo bei 6-7 Cent die Kilowattstunde. Und das liegt weit unter einem Gaskraftwerk, weit unter einem Kohlekraftwerk, weiter unter Atomstrom. Also es liegt nicht daran, sondern es liegt eher daran, dass wir den Strom tatsächlich nicht verwertet bekommen. Und das wäre die eigentliche Aufgabe, über die wir reden müssten. Aber das macht Politik natürlich nicht. Warum? Weil Politik kein Interesse daran hat, dass dieses Stromollikopol, das wir diesen Land haben, nämlich aufgeteilt unter wenigen großen Konzernen, dass das aufgeschlagen wird. Und das ist genau das, was die Erneuerbaren gerade machen. Sie holen die Energieversorgung in Bürgerhand zurück, in die kommunale Verantwortung zurück. Und damit ist natürlich die letzte Meile und auch das Geld verdienen woanders gelandet. Und die Mehrwerte, die da jetzt geschaffen werden in den erneuerbaren Projekten, das sind Mehrwerte, die im ländlichen Raum bleiben in der Regel. Das heißt, das ist die Dorffinanzierung, die da dran hängt, das sind Pachten, die an Agrarbetriebe beispielsweise gehen, um die Betriebsergebnisse ein bisschen zu stützen, weil der Landwirtschaft es auch nicht so furchtbar gut geht und nicht auf jedem Acker auch wirklich noch was wächst. Insofern sind es auch viele Agrarbetriebe, die gerade investieren, um ihre Betriebsergebnisse zu stützen tatsächlich. Das ist eine Wahrheit, die kaum jemand ausspricht. Bürgerstrom gibt es in vielen Orten inzwischen sehr, sehr günstig. Wir arbeiten jetzt an Wärmestrom. Also da gibt es viele, viele gute Sachen, die man machen kann. Der Waldumbau beispielsweise, der dringend nötig ist, wird anders gar nicht finanzierbar sein als über Einnahmen aus Pachten, die man aus den Windkraftanlagen generiert. Das alles bleibt in diesem Film tatsächlich komplett außen vor. Und was behandelt wird, sind viele, viele Halbwahrheiten und viele, viele Vorbehalte. Und ich will es nochmal sagen, tatsächlich auch das eine oder andere, was in dem Film angesprochen wird, wo ich selber auch sagen würde, das würde ich jetzt gerne aber genauer wissen, warum das denn an so einer Stelle geht. Beispielsweise, wenn es um Windkraftanlagen geht, die in einem Hochmoorgebiet zum Beispiel gebaut werden. Da hätte ich auch so meine Fragen, ob das denn so richtig ist. Denn man muss natürlich auch nicht alles gutheißen, was in diesem Bereich tatsächlich passiert. Aber das ist genau die Schwachstelle dieses Films, das tut er nicht, sondern er lässt nur Wut sprechen. Und auch das will ich gar nicht personalisieren, ihr könnt euch den Film ja gerne ansehen. Es kommen natürlich auch Personen zu Wort, deren Aussagen längst wissenschaftlich wirklich mehrfach widerlegt sind. Und die an dieser Stelle relativ ungestört, weil ohne Gegenrede einfach ihre Thesen weiter verbreiten können. Und ja, die sind eben tatsächlich falsch. Ja, was sagt der Film tatsächlich in Summe? Es ist tatsächlich so, dass keiner der Vorbehalte, die man so aus den allgemeinen Debatten kennt, ausgelassen wird. Also wir haben mal geguckt, also im Ranking ist tatsächlich der Infraschall das meistangesprochene Thema dort. Und es gibt kaum ein Thema, das wissenschaftlich so gut widerlegt ist wie die Angst vor Infraschall durch Windkraftanlagen. Das muss man einfach sagen. Also da gibt es keine zwei wissenschaftlichen Meinungen. Und hier kommen Leute zu Wort, die einfach Dinge behaupten, die einfach schlicht falsch sind. Also der Infraschall an der Windkraftanlage ist nachweislich in einem Abstand von 700 Metern nicht mehr zu unterscheiden von Weitrauschen oder irgendeinem anderen Hintergrundgeräusch. Als Beispiel, in einem Auto, das mit 100 Stundenkilometer auf der Autobahn fährt, haben sie ein Hundertfaches an Infraschallbelastung. Und das machen wir eigentlich auch regelmäßig und da denkt auch niemand drüber nach, das zu verbieten. Und da ist die Schallbelastung viel, viel größer, als dass sie jemals durch Windkraft erzeugt wird. Das ist ein so ein Beispiel, was auch immer wieder kommt. Rotorenabrieb beispielsweise wird ja mit völlig falschen Zahlen hantiert, aus Studien zitiert, die auch kein wissenschaftlicher Bestand haben, im Gegenteil wirklich auch wissenschaftlich tatsächlich ganz konkret auch widerlegt worden sind. Hier ist die Rede von 150 Kilogramm Rotorenabrieb pro Windkraftanlage. Liebe Leute, ganz ehrlich, wenn eine Windkraftanlage so schnell ihr Material verlieren würde, dann wäre das für den Investor das viel größere Problem als für alle anderen. Und jeder hat ein Interesse daran, dass seine Anlage sie nicht in Luft auflöst. Insofern werden die natürlich auch gepflegt. Und das, was dort an Abrieb ist, ist auch kein P-Fass oder kein giftiges Irgendwas, das sich im Wasser löst und wieder aufgenommen wird. Auch das ist inzwischen bewiesen, dass das Stoffe sind. Und nur zu einem wirklich, wirklich minimalen Gramm-Bereich das sein kann, dass eine Anlage tatsächlich schädliche Dinge imitiert. Aber wie gesagt, der Anlagenbetreiber hat selber ein großes Interesse daran, dass seine Flüge sich nicht in Luft auflösen. Insofern wird er ständig nachgearbeitet und es gibt ja auch einen gewissen Pflegeaufwand, auch eine Pflegeverpflichtung für die Anlagen. Insofern ist das alles Käse und da werden hier wirklich Thesen aufgestellt. Wie gesagt, ich habe es im Blog auseinandergenommen, auch wissenschaftlich unterlegt, auch mit den Quellen dazu. Also das wäre schon grandios. Wir haben, jetzt kann ich mal sagen, knapp 30.000 Anlagen in Deutschland, etwas mehr inzwischen. Und wir gehen davon aus, dass 80 bis 90 Tonnen Abrieb tatsächlich da sind. Das liegt weit hinter dem Abbrieb von beispielsweise Schuhsohlen oder Autoreifen. Und da gibt es ja so schräge Argumentationen, dass man sagt, also das vom Autoreifen, das kommt ja sozusagen in die Kanalisation und wird dann im Klärwerk geklärt. Also ich weiß manchmal schon wirklich nicht mehr, was man dazu noch sagen soll. Es sind immer wieder dieselben Narrative und es wird immer wieder dasselbe Falsche behauptet, aber es ist tatsächlich wissenschaftlich weit untersucht und es ist wirklich, wirklich nicht haltbar. Was haben wir noch im Angebot? Artenschutz und Insektensterben ist auch ein Thema dabei. Ja, natürlich. Und das sage ich auch immer wieder, es gibt kein Schwarz und Weiß. Es gibt Vögel, die von Windkraftanlagen getötet werden. Man geht davon aus, da gehen die Studien relativ weit auseinander, von irgendwas zwischen 150.000 und 200.000 Tieren im Jahr. Das ist sehr bedauerlich. Aber nehmen wir zum Beispiel einen raus, der Rotmilan ist da ein oft betroffener Kandidat leider. Aber schauen wir uns mal die Entwicklung der Rotmilan-Population an in Deutschland und legt die auf die Entwicklungskurve des Ausbaus des Windes, dann stellt man fest, dass die Population unter dem Windkraftausbau tatsächlich nicht gelitten hat. Das lässt sich nachweisen. Also im Gegenteil, wir haben tatsächlich einen Zuwachs trotz allem. Und man muss auch sagen, dass also mittlerweile die Artenschutzauflagen sich so weit entwickelt haben, dass es Abschaltzeiten gibt, beispielsweise zu Zeiten, wo Fledermäuse fliegen oder auch Abschaltungen, wenn der Rotmila nach Ackerbau beispielsweise seine Runden dreht. Viele, viele Anlagen sind inzwischen mit Radarsystemen ausgestattet, die die Flügel quasi sofort auf Nullstellung stellen, wenn sie ein anfliegendes Tier erkennen und die Maschine zum Stillstand bringen. Also there is so viel getan worden inzwischen, dass man das eigentlich tatsächlich nicht mehr als Problem nennen kann. Und wenn man sich mal anguckt, wie viele Tiere tatsächlich durch andere Einflüsse ums Leben kommen, dann sterben sehr viel mehr durch Fensterscheiben beispielsweise oder durch Straßenverkehr oder die Hauskatze. Und das sind Millionen. Also da reden wir von jeweils zwei Stelligen Millionenbeträgen, zu denen, ich sage mal, gehe ich jetzt mal von einer Maximalzahl aus 200.000 Tieren, die sozusagen Studienbelegt getötet werden. Verstehen wir falsch, ich will das nicht kleinreden. Also das sind realistische Zahlen, mit denen muss man umgehen und jedes Tier, das stirbt, ist eins zu viel. Aber wenn man es in die Relation unseres normalen Lebens setzt, dann muss man schon mal ehrlich sein und sagen, da müssten wir über andere Sachen reden als über die Windkraft. Und bei den Erneuerbaren ist es immer eine Frage der Abwägung, Nutzen und Schaden. Gerade auch bei Windkraftanlagen im Wald. Niemand mag Windkraftanlagen in den Wald stellen. Aber wir haben viele Wälder, wir haben jetzt selber so ein Projekt in der Altmark, da steht ein großer Kiefernforst, das ist eine Plantage, das ist kein Wald. Und diese Kiefernforste leiden unter dem Klimawandel extrem. Auf diesen kargen Böden dort ohnehin. Warum? Ist eigentlich relativ einfach. Diese Böden halten das Wasser kaum. Es gibt immer weniger Wasser und diese Kiefern ziehen ganzjährig Wasser als immergrüner Kandidat. Und wenn man so will, schafft sich der Wald dort gerade selbst ab, weil er so viel Wasser zieht, dass seine eigene Nachzucht sozusagen nicht mehr Wurzeln schlagen kann. Und würde man diesen Wald beim Umbau nicht unterstützen, was viel Geld kostet, dann werden diese Wälder verschwinden. Da sind sich viele, viele Wissenschaftler einig. Also auch da ist die Forschungslage sehr, sehr eindeutig und dort wird viel geforscht momentan, weil das Thema Wald ein sehr, sehr wichtiges Thema fürs Ökosystem insgesamt ist. Und hier ist ja auch mal immer die Frage, wägt man ab. Also wir haben in der Altmark bei dem Projekt sind es 0,7% der gesamten Waldfläche, die von einem Windprojekt betroffen sind, die obendrein aufgeforstet werden muss. Und dann natürlich auch klimaresistent aufgeforstet wird. Und auch hier muss man mal eine Zahl sagen, so einen Hektar Wald umzubauen, kostet irgendwas um die 25.000 Euro. Und ja, das wird auch gefördert, aber trotzdem bleibt relativ viel bei den Waldbesitzenden hängen. Und das sind bei 1000 Hektar Wald, in dem Fall dort eine Menge Geld. Und da stellt sich schon die Frage, wo soll das herkommen? Und es ist ein bisschen Wohlfall. Wir sind ja in Deutschland da sehr verwöhnt. Wir haben das allgemeine Waldnutzungsrecht. Jeder kann am Wald partizipieren, wie er das möchte, solange er sich da vernünftig bewegt. Aber tatsächlich die Pflege, der Erhalt und so weiter, das bleibt natürlich bei den Besitzenden. Und das sind in dem Fall dort 250 einzelne Kandidaten. Und da wird jeder Einzelne irgendwann zur Kasse gebeten, weil der Käfer durch das Klima befeuert wird. Bei der Kiefer ist es noch ein spezieller Pilz, der sich da bemerkbar macht und die Bäume können sich nicht mehr wehren. Und das wird über kurz oder lang, wenn wir da nicht eingreifen und helfen, wird das über kurzer lang dazu führen, dass diese Wälder verschwinden. Das hätte ich mir als Perspektive gewünscht und natürlich auch die Frage am Ende des Tages bei diesen vielen einzelnen Sorgen. Dort werden sehr viele Bürgerinitiativen gezeigt. Wo ich wirklich gerne gewusst hätte, ist das, was sie da sagen, wirklich hieb und stich fest. Wie steht die Behörde dazu? Werden die in den einzelnen Fällen wirklich vernünftig behandelt? Redet man miteinander, das alles findet überhaupt nicht statt. Und da habe ich so ein bisschen das Gefühl, dass diese Bürgerinitiativen da auch ein Stück weit benutzt werden in ihrer Sorge. And we said, Sorge darf man teilen, die darf man haben, man darf sich zum Protest zusammenschließen. Das ist alles nicht mein Thema, aber man muss, glaube ich, und das ist ein großes Thema in Deutschland momentan, man muss ein Stück Wahrheit in die Debatte bringen und muss sich an den Fakten orientieren. Und die sind einfach anders. Und selbst wenn einem das nicht gefällt, und dann zwingt das in den einzelnen Fällen, und das finde ich gut. Deshalb sind diese Initiativen, die es da gibt, auch gar nicht schlecht, weil es führt eigentlich dazu, dass es einen Lastenausgleich gibt zwischen den Interessen von Menschen, die Windkraftanlagen bauen, and den Menschen, die in deren Nähe leben. Und ich finde, diesen Diskurs muss es geben, aber es muss eine beidseitige Einsicht geben. Es darf nicht immer so sein, and that haben wir in Deutschland jetzt so ein bisschen gegen alles für nichts, dass wir sagen, nee, wir wollen das nicht, mach das mal woanders. So, Fakt is, wir brauchen den Strom, Fakt is, wir haben den Klimawandel, wir müssen dekarbonisieren. Und auch das ist eine Wahrheit, so eine Windkraftanlage, die einen halben Hektar Wald braucht, um aufgestellt zu werden, hat am Ende, ich glaube, ich weiß es nicht ganz genau, ich habe es nicht ganz genau im Kopf, aber ich habe es auch in einem meiner Blogbeiträge schon mal recherchiert und geschrieben, ich glaube, es war das 1500-fache an CO2-Senke während ihrer Lebensdauer im Vergleich zu diesem halben Hektar Wald. Das bedeutet, dass wir also auch tatsächlich mehr CO2 einsparen, wenn wir sozusagen diesen halben Hektar Wald gegen eine Windkraftanlage tauschen. So absurd das für manchen erscheinen mag. Aber wie gesagt, die Flächen, die da verschwinden, werden aufgeforstet. Und die Pachten gehen in der Regel an die Waldbesitzenden und die setzen das Ganze ein, um den Wald wieder auf Vordermann zu bringen. Und ich denke, das ist in unser aller Interesse, auch wenn das ein schwieriges Thema ist. Natürlich erzählt man hier wieder, dass so eine Windkraftanlage, wenn sie dann zurückgebaut wird, wenn da jemand pleite geht, dass wir das dann alle bezahlen. Das ist Käse. Was wir wirklich alle bezahlen, ist zum Beispiel der Rückbau von Atomkraftwerken. Das bezahlen wir alle. Da hat die Bundesregierung Milliarden bewegt, um Abfindungen an große Energiekonzerne zu zahlen. Die Endlagerfrage finanzieren wir alle, das sind Milliardenbeträge. Wenn man das gegenüberstellt, hält sich das mit dem, was die Erneuerbaren an Subventionen erhalten haben, tatsächlich schon stand jetzt beinahe die Waage. And bei den Atomkraftwerken und den Endlagerfragen reden wir von Ewigkeitskosten. Also da reden wir von Milliarden pro Jahr, die sich über 100, 200, 300 Jahre fortschreiben. Das darf man in so einer Gesamtdebatte einfach nicht übersehen. Wenn wir schon diskutieren, dann müssen wir auf diesen Basen diskutieren. Wie gesagt, die Zahlen dazu findet ihr im Block. Die habe ich jetzt hier nicht alle im Kopf. Aber dass so eine Windkraftanlage nicht zurückgebaut wird, ist Quatsch. Ist wirklich Quatsch. Auch das Fundament muss beseitigt werden, beispielsweise. Es gibt ganz, ganz wenige Fälle, wo eine Behörde zum Beispiel abwägt und sagt, das Entfernen, beispielsweise bei einer Pfahlgründung, was auch relativ selten ist, das Entfernen würde mehr Schaden anrichten, als es im Boden zu lassen. Aber das sind ganz, ganz wenige Fälle. In der Wege heißt das, Rückbau heißt alles raus. Und auch da reißt sich wieder das nächste an, die Recyclingfrage. Wir sind derzeit bei einem realistischen Recyclingstand von über 90 Prozent der Teile, die in Anlagen verbaut werden, werden recycelt. So, es ist immer noch teilweise, muss man inzwischen schon einschränken, die Frage, was passiert mit den Flügeln. Aber auch da sei gesagt, was auch hier immer wieder durchgeht, die werden irgendwo deponiert, was auch immer, das ist Quatsch, das ist schon lange verboten. Erddeponien für Flüge gibt es keine mehr. Hier wird von einer Anti-Windkraftinitiative berichtet, dass die Flüge wohl vor Ort nicht sachgerecht zerlegt worden wären. Bitteschön, das ist so ein Punkt, wo ich mir gewünscht hätte, dann geht doch mal der Sache nach und helfe den Leuten vor Ort auch und gebt ihnen eine Antwort, weil sie selber die Antwort vielleicht gar nicht kriegen. Das macht der Film eben nicht. Und es bleibt so im Raum stehen, da ist irgendwas. Und keiner weiß jetzt tatsächlich, stimmt das oder stimmt das nicht? Ich muss es jetzt so offen sagen. Also die Leute sagen das so, ich finde das bemerkenswert und bedenklich und würde dem gerne nachgehen oder hätte jetzt gedacht, ein richtiger Dokumentarfilmer geht der Sache nach im Einzelfall und fragt immer nach, aber das alles passiert nicht. Und damit bleibt es halt eine Behauptung. Und das finde ich so schade, weil hier auch ein Stück weit engagierte Menschen, die vielleicht Dinge anders sehen als ich, das mag alles so sein, aber sie sind engagiert und deshalb muss man sie auch, finde ich, auch vernünftig behandeln. Aber da hätte ich mir gewünscht, statt das einfach aneinanderzureihen und zu hoffen, dass die Wiederholung von immer wieder denselben Thesen irgendwann zur Wahrheit wird und am Ende es ein Propagandafilm ist, mehr ist es tatsächlich unterm Strich nicht. Ja, das finde ich schade, dass das einfach so läuft und dass die Leute das auch so gutieren, denn der Film ist spendenfinanziert. Und er freut sich offensichtlich auch sicherlich großen Zuspruch, weil das natürlich ein Narrativ bedient, weil alle gerade sagen, wir wollen diese Windkraftanlagen nicht, weil alle glauben, diese Erzählungen, die man so hört, dass sie tatsächlich wahr sind. Aber da muss man eben einfach sagen, da wird zurzeit so viel Unsinn erzählt, auch auf politischer Ebene, dass man eben gegenhalten muss. Und das versuche ich jetzt hier gerade, um das mal ein bisschen einzuordnen. Ganz krasses Beispiel in dem Film, hier wird zum Beispiel behauptet, man darf so eine Windkraftanlage bauen, ohne dass man Netzanschluss hat und wird dann dafür entschädigt, wenn man den Strom nicht vermarkten kann. Das ist Unsinn. Das ist schlicht und ergreifend Unsinn und das wird auch von Leuten geäußert, die es besser wissen. Und das finde ich dann sehr bedenklich. Das ist dann nicht mehr nur schade, sondern das ist Vorsatz. Eine Windkraftanlage wird nur dann entschädigt, wenn sie seitens des Netzes abgeriegelt wird. Das heißt, in dem Moment, wo das Netz den Strom nicht aufnehmen kann, dann wird die Anlage abgeschaltet und dann gibt es ein gewisses Maß an Entschädigung. Das sind wenige Prozente im Übrigen der Gesamtkosten für die gesamte Stromproduktion. Auch das muss man mal einordnen. Das sind also jetzt nicht Riesenbeträge, die jetzt in Stillstand investiert werden, weil der Stillstand relativ selten immer noch tatsächlich ist. Das ist die eine Seite der Medaille. Die andere Seite ist, dass viele der EEG-Kosten, das sind ungefähr knapp 20 Milliarden im Jahr noch aus alten Verträgen resultieren. Ganz am Anfang, wo die Subvention noch wirklich eine sehr, sehr hohe Ware momentan, also wir sind jetzt an einem Punkt erreicht, wo es wirklich sehr, sehr wenig Geld nur noch gibt, denn diese Leistungen werden ausgeschrieben und dann bezuschlagt. Und da sind wir jetzt mittlerweile bei Werten, die also gerade so eine Wirtschaftlichkeit möglich machen. Das war zugegebenermaßen, gab es mal Zeiten, da war das anders, aber man wollte ja die Wende befördern und hat deshalb natürlich, um Investitionsschutz zu geben, auch eine gewisse Garantie gegeben. Aber das fährt sich zurück. Und bei den Anlagen, die künftig gebaut werden, nach der jetzigen Gesetzeslage, entfällt das sowieso komplett. Also wir reden hier tatsächlich über etwas, was sich erledigt. Und auch das muss man sagen, und das macht der Film auch nicht. Wenn ich diese Summe aus dem EEG gleichsetze mit dem, was wir in der Bundesrepublik Deutschland dafür ausgeben, fossile Brennstoffe auf dieser Welt einzukaufen, dann stellen wir fest, dass wir für Letzteres sehr viel mehr Geld ausgeben, nämlich irgendwas zwischen 80 und Spitzenjahren sogar über 100 Milliarden Euro im Jahr. Und das ist Geld, das wir wirklich im wahrsten des Wortes verbrennen. Mit allen Konsequenzen. Und alle Konsequenzen heißt, dass wir am Tag weltweit 102.000 Tonnen CO2 daraus generieren. Und wenn wir die Folgekosten daraus rechnen, 900 Euro die Tonne, das ist weltweit ein bestätigter Wert, mit dem man inzwischen die Klimafolgekosten abschätzt, siehe Artal und Co. Dann stellt man schnell fest, dass das unfassbar viel Geld ist. Und sowas muss in eine Gesamtbetrachtung einfach mit rein. Wenn ich ein faires Bild zeichnen möchte von der Energiewende, dann muss ich diese Seite auch beleuchten. Wie gesagt, findet in dem Film überhaupt nicht statt. Immer wieder ist die Rede von korrupter Politik ganz pauschal. Also diese Narrative, die böse Politik, die euch alle ignoriert, so nicht stehen lassen. Das kann man einfach so nicht stehen lassen. Dafür gibt es viel zu viele gute Beispiele, wo Kommunen mit ihren Bürgern versuchen, gute Wege zu finden und das wird auch immer mehr. Also die Bürgerbeteiligung, die am Anfang zugebenermaßen noch relativ unterentwickelt war, die ist inzwischen relativ stark. Und ich kenne wenige Projekte, wo es nicht einen Diskurs gibt und wo es auch nicht Anpassungen von Projekten beispielsweise gibt an die Interessen der Leute, die da ihre Sachen vorbringen. Natürlich alles immer im Rahmen der Möglichkeiten tatsächlich. Also alles in allem muss ich sagen, hätte ich mir gewünscht, es gäbe eine Gegenüberstellung, also eine tatsächliche faktische Gegenüberstellung, die findet nicht statt. Damit ist der Film wirklich Propaganda und ich kann eigentlich nur dafür werben, liebe kleinen Kinos, wenn ihr das jetzt angeboten kriegt, wir wissen, es ist immer schön, vielleicht zu günstigen Konditionen einen Film zu bekommen, den man zeigen kann. Überlegt euch das bitte. Denn das ist tatsächlich kein wirklich fairer Beitrag, der ohne Einordnung so einfach versendet werden kann. Und dazu stehe ich auch, weil, wie gesagt, wir haben es uns angeguckt, ich habe den Faktencheck hier gemacht. Ihr könnt es alles selber nachlesen. Ich habe das alles so aufbereitet, dass man das, glaube ich, in naja gut, eine halbe Stunde muss man schon vielleicht investieren, das alles nachprüfen kann. Es sind wie immer alle Quellen dran. Und dann kann jeder selber sehen, zu welchem Schluss er kommt. Fatal ist tatsächlich, dass wir mittlerweile einen Punkt erreicht haben, dass diese Anti-Bewegungen, die wir da haben, vor allen Dingen gegen die Energiewende, hauptsächlich, die ja wahrscheinlich auch eher projektionsflächlich für eine allgemeine Unzufriedenheit sind, dass die wirklich Schaden anrichten. Dass sie also demokratisch Schaden anrichten, Dörfer spalten, Menschen auch persönlichen Schwierigkeiten bringen. Also ich kenne viele Politiker, ich habe es auch erlebt, die, wenn sie sich für die Energiewende einsetzen mit Augenmaß und sagen, hier, lasst uns doch mal gucken, wie halten wir die Mehrwerte in den Orten? Wie habt ihr denn was davon, wenn das bei euch stattfindet? Was machen wir für den Klimaschutz damit aktiv? Wie stabilisieren wir eure persönliche Energieversorgung auf einen Preis, den wir langfristig garantieren können, der uns unabhängig macht von weltpolitischen Schwankungen. Wir erleben es ja immer wieder. Straße von Homos is a schönes Beispiel. Da geht schnell der Preis an den Tanksäulen hoch. Da kann ich mich als elektrischer Fahrer zurücknehmen anders, was interessiert mich? Das zahlt doch eure 2 Euro irgendwas. Mich ficht das nicht an, meine Kilowattstunde kostet immer noch dasselbe. Aber das ist ja nicht die Debatte, die wir führen, sondern die Debatte muss ja lauten, wie machen wir uns unabhängig und wie schaffen wir es, dass wir als Privatpersonen, auch gerade in Haushalten, wo man wirklich rechnen muss, und die gibt es leider Gottes viel zu viele in diesem Land, dass wir eine Stabilität schaffen und dass wir Elektromobilität machbar machen, also auch bezahlbar machen. Machbar ist es schön lange, aber auch bezahlbar machen, dass wir den Strom dafür schaffen, dass wir die Ladeinfrastruktur weiter ausbauen. Das alles wäre mit dezentraler Energie sehr gut möglich. Gerade auch in Zeiten, wo wir zu viel Strom für das Netz haben, müssten wir die Anlagen nicht abschalten, könnten den sogenannten Redispatch-Strom fast kostenlos zur Verfügung stellen, um Wärme zu produzieren und die zu speichern für Fernwärmenetze beispielsweise, oder abzugeben an Ladeinfrastruktur. Das alles ist längst nicht nur theoretisch, sondern in vielen, vielen Kommunen Deutschlands schon umgesetzt. Und überall da, wo es umgesetzt ist, wollen es die Leute auch eigentlich nicht mehr missen. Und das ist so ein bisschen der Punkt, der mich dabei triggert, dass wir uns festgefahren haben in so einer rechthaberischen Debatte, dass man sich aus den Studien das rauspickt, was einem in die Erzählung passt. Und da ist ja überall immer erstmal so ein kleines Fünfchen Wahrheit. Ein schönes Beispiel ist zum Beispiel, jetzt redet jemand über den Wirkungsgrad einer Windkraftanlage. Da gibt es physikalische Gesetze, die sind einfach so, das Beetsche Gesetz, mein Gott, Entschuldigung, das ist ein kompliziertes Wort. Beispielsweise sagt das auch ganz klar, wenn man sich damit befasst. Und ja, da ist eine Windkraftanlage mit irgendwie moderne Windkraftanlagen, die gehen schon an das Limit, irgendwas um die 50%. Das klingt jetzt erstmal nicht sonderlich toll, aber ein Gaskraftwerk liegt bei 38, ein Kohlekraftwerk liegt noch niedriger. Also man muss es immer ins Verhältnis setzen. Und es werden ganz geschickt, und das wird in diesem Film immer mal wieder gemacht, ganz geschickt werden einzelne Punkte rausgenommen, die erstmal so klingen, als wäre es irgendwie fatal, but not eingeordnet. Und das bleibt dann so staan. And auch eine Halbwahrheit ist falsch. Das muss man einfach sagen. Also wenn, dann muss man die ganze Geschichte erzählen. And deshalb ist dieser Film wirklich, wirklich schwierig, weil ich fürchte auch tatsächlich, durch diese Debatten werden wir viele, viele Menschen enttäuschen, wenn wir so weitermachen. Denn am Ende des Tages is es unsere Energieinfrastruktur, die wir neu schaffen. Und die ist gut. Die kann sehr viel und die kann vor allen Dingen viel, wenn wir es regional so aufsetzen, dass wir möglichst viel Strom regional verbrauchen. Das heißt für Bürgerstrom, beispielsweise für Wärmepumpenstrom vor Ort, da arbeiten wir gerade sehr intensiv dran, dass wir klare Angebote machen können mit Preisgarantien, 10, 15 Jahre, das ist alles möglich. Und damit auch eine Planbarkeit und eine Wirtschaftlichkeit im ländlichen Raum herstellen. Es wird unglaublich viel Arbeit auch geschaffen im ländlichen Raum durch diese Anlagen. Überall dort, wo Anlagen entstehen, braucht es Service. Bei Solarflächen braucht es Pflege und Service. Also mittlerweile über 400.000 Jobs in Deutschland, die da entstanden sind, das ist nicht nichts. Also das ist, die Automobilindustrie hat momentan, glaube ich, noch 700.000. Aber wenn VW zum Beispiel jetzt tatsächlich 100 abbaut, dann nähert man sich schon aus der anderen Richtung. Also ich will sagen, hier ist ein Wandel im Gange, der nicht nur negativ ist. Und wir picken uns aber das Negative raus. Und am Ende unterm Strich bleibt das Ergebnis, wenn ich solche Diskussionen führe, nee, mir gefällt es eben einfach nicht. Ja, Atomkraftwerk gefällt mir auch nicht. Schönes Argument auch immer wieder, auch in dem Film mehrfach genannt, warum produzieren wir denn nicht vor Ort nur so viel Strom, wie wir dort wirklich brauchen? Das erzählt man Leuten, neben deren Häusern seit Jahrzehnten Atomkraftwerke standen oder ein Kohlekraftwerk steht. Das produziert natürlich auch nicht nur für die Austöre, sondern für den Rest der Welt. Da war es irgendwie okay. Und da merkt ihr schon, da ist eine Verschiebung im Gange zu einer ästhetischen Debatte teilweise, zu einer von Halbwahrheiten unterfütterten Propagandadebatte, die alles wegbügelt, was mit dieser Transformation zusammenhängt. Und das ist schwierig. Und das ist wirklich schwierig, weil es oftmals wirklich zum Nachteil der Leute ist. Es gibt tatsächlich, und da kann es keine zwei Meinungen geben, es gibt tatsächlich keine effizientere Art und Weise, Wärme zu produzieren als eine Wärmepumpe. Es ist einfach so. Und selbst in alten Häusern, es gibt viele Projekte mit Hochtemperaturwärmepumpen, wo man eben nicht Flächenheizungen einbauen muss, wo man nicht das ganze Haus auseinanderreißen muss, sondern wo man wirklich mit einem Minimalimpact tatsächlich viel erreicht und damit auch eine Stabilität und seinen Beitrag für den Klimaschutz leisten kann. Und man merkt das relativ schnell zwischen Daumen und Zeigefinger. Das wird jeder Haushalt bestätigen, der diesen Schritt gegangen ist. Und das Schlimme ist tatsächlich, dass viele, die diese Anti-Debatten führen, eigentlich ganz im Stillen genau das machen, weil sie sich leisten können und das für sich privat umsetzen, aber das für den Rest der Welt irgendwie wegbellen. Und ich glaube, wir müssen jetzt an dem Punkt, wo wir über diesen Schritt weg müssen und wir müssen es schaffen, vor Ort in solchen Diskussionen klar Ziele zu setzen, klar abzugrenzen, was geht, was geht nicht. Wo ist zum Beispiel eine Obergrenze an Anzahlen von Windkraftanlagen, die man so einem kleinen Ort zumuten kann? Was kommt für den Ort selber raus? Ihr wisst, ich habe das schon mehrfach angesprochen, die Kommunalfinanzierung ist wirklich, wirklich im Argen und wird immer, immer schwieriger. Und so einen eigenen kleinen Energiepark zu haben und davon zu profitieren, macht für viele, selbst kleinere Projekte, mehrere hunderttausend Euro im Jahr aus. And für die Dörfer da ringsherum ist das Geld, das sie frei verwenden können, mit dem sie Fördermittel hebeln können. And we würden damit sehr, sehr intensiv wieder ins Handeln, auch in den Communen kommen, gegenzusteuern, gegen demografischen Wandel, beispielsweise, gegen den permanenten Wegzug, gegen Verfall von Infrastruktur. Das alles kostet Geld. And zunehmend stellen wir fest, dass wir dieses Geld aus dem ganz großen Topf nicht mehr haben. And jetzt müssen wir sehen, dass wir das vor Ort generieren. And the Möglichkeit is da. Die Zahlen sind auch alle erhoben. Es würde wirklich gerade für die Kommunalfinanzierung einen erheblichen Vorteil bringen, wenn Landkreise generell auf den Weg machen, so weiter in Middle Sachsen gedacht. Sozusagen diese Energieversorgung regional über Dorfgrenzen hinweg abzustimmen, damit es eben nicht to sold, that the one Windkraft an die Markungsgrenzen zum anderen Dorf setzt, ohne with them to reden. Solche things, that the Burger then verstander auf die Palme bringt, that dürfte natürlich nicht give. And there was good when Ortschaften zusammenschließen and the Flächen, die we wollen? Wo sind denn die Flächen, die auch for the Netzanschluss tatsächlich günstig wären? And then gemeinsam solche Projekte entwickeln und das Income daraus wirklich so fair aufteilen, dass jeder Bürger spürt, dass in seiner Commune wieder was vorwärts geht, ander Burger auch auf seinem Zähler spürt, dass da was vorwärts geht. Also dass der Nutzen einfach vor Ort bleibt. Und ich kann es immer wieder nur sagen: eine dezentrale Energieversorgung bringt den größten Mehrwert in die Fläche. Alles, was zentral passiert, was im großen Maß passiert, was ins große Netz einspeist, lässt in der Regel vor Ort wenig übrig, außer dass es ein paar Leute gibt, die in so einem Kraftwerk arbeiten. Ja, und ich würde sehr viel lieber und noch sehr viel ausführlicher über die Folgen für den Klimawandel reden. Denn das merken wir ja jetzt zurzeit. Und erzählt mir nicht, dass es auch früher schon warm war. Auch da kann ich euch sagen, ja, es gab Warmzeiten in dieser Welt, aber da gab es uns noch nicht. Und da ist es auch sehr viel langsamer, wärmer geworden. Das hat teilweise hunderttausend Jahre gedauert, bis es so langsam die Kurve anstieg. Das schaffen wir, haben wir jetzt geschafft in 150 Jahren. Und es muss doch jedem einleuchten, auch das sage ich immer wieder, es muss doch jedem einleuchten, dass wenn dieser Planet über Millionen von Jahren Kohlenstoff eingelagert hat, der offensichtlich zu viel war für den natürlichen Kreislauf, indem er das eingelagert hat, aus dem jetzt inzwischen Kohle, Öl, Gas geworden ist, wenn wir das in 150 Jahren rausholen, was der Planet in Millionen Jahren weggepackt hat, dann muss das irgendeinen Effekt haben. Und deshalb ist diese Debatte, ist das Menschenmacht oder nicht, so überflüssig wie ein Kopf. Und wir alle haben die Verantwortung, für unsere Kinder und unsere Enkel dort wirklich aktiv zu werden. Und wir können es jetzt. Wir haben die Technologie, wir haben die Möglichkeiten, wir brauchen nur den Mut und den Willen. Und wir müssen, und das sage ich auch immer wieder, zu vernünftigen Interessensausgleichen kommen. Das ist der einzige Fehler, der bei der Energiewende am Anfang gemacht worden ist. Dass man das nicht gleich in die communale Verantwortung gegeben hat, that man nicht gleich vorgeschrieben hat, that man das mit den Dörfern in Einigkeit vollziehen muss, that man nicht gleich gesetzlich festgeschrieben hat, dass dort von den Erlösen, die erwirtschaftet werden, auch an den Community was abgegeben werden muss. That also have we are inzwischen. We have the Beteiligungsgesetze. We have unfassbar strenge Genehmigungsverfahren, die sogenannten BIMS, also Verfahren nach Bundesemissionsschutzgesetz, kurz BIMS-Verfahren, wo alles überprüft wird. Da geht es um Shall, da geht es um Artenschutz, Wasserschutz, alles. Das volle Programm. Und das dauert Jahre. Da wird wirklich genau hingesehen. Lasst euch nicht mal einreden, dass hier irgendwie alles durchgewunken wird. Das ist völliger Unsinn. Und das ist auch gut so, dass es so ist. Ich weiß, dass es viele Investoren gibt, die damit auch nicht glücklich sind, dass es so lange dauert manchmal und dass es so wahnsinnig aufwendig ist und es kostet auch viel Geld, weil für alles, für jeden Eingriff es auch eine Ausgleichsmaßnahme gibt, aber genau das ist der Interessenausgleich, den wir brauchen. Aber den muss man auf der protestierenden Seite bitte auch sehen. Und es geht nicht, dass jeder alles wegbeißt, was in seinem Umfeld passiert, nur weil es ihm nicht gefällt. Wir sind ein großes Land, wir haben gemeinsame Interessen, wir sind eine Gesellschaft und eine Gesellschaft besteht immer aus Kompromiss. Der Kompromiss ist der Klebstoff der Demokratie. Und wenn wir nicht mehr bereit sind, Kompromisse einzugehen, dann werden wir auch die Demokratie verlieren. Und die verlieren wir nicht nur, weil Politik vielleicht gerade nicht sonderlich gute Beispiele liefert, auch das will ich ganz ehrlich sagen, sondern die verlieren wir, wenn wir solche Positionen heilsstarrig vertreten und nur unsere jetzigen Interessen sehen, also unsere Generationsinteressen, die eben sagen, eine Windkraftanlage will ich im Wald nicht haben, finde ich hässlich. Oder wie eine gewisse Partei sagt, die Windmühle der Schande. Das ist Quatsch. Das ist einfach schlicht Quatsch. Und kein Investor baut eine solche Anlage aus Dummdi-Dedei. Keine Anlage wird errichtet, wenn sie unwirtschaftlich ist. Das passiert alles nicht. Und das kann man lang und breit erklären. Das werden wir künftig auch mehr machen. Künftig habe ich mir jetzt vorgenommen für die nächsten Monate ganz konkrete Projekte, auch zahlen technisch mal vorstellen, damit man auch sieht, dass da auch keine Wunderrenditen drinstecken oder irgendwas, sondern dass das ein wirklich hartes Geschäft ist, wo viel Geld investiert wird, wo viele Menschen, kluge Menschen arbeiten und ja, was einfach viel Arbeit macht, was großen Spaß machen kann, wenn man es mit den Leuten gemeinsam macht und am Ende so ein Dorf auch sagt, cool, da haben wir was davon. Und davon gibt es eine Menge inzwischen. Auch diese Beispiele werden wir zeigen. Also lange Rede, kurzer Sinn. Wenn ihr diesen Film schaut, schaut bitte auf die Fakten. Und die gibt es und die kann man recherchieren. In Zeiten des Internets ist das alles kein Problem. In Zeiten von KI ist es sogar noch ein Stückchen einfacher, eine Recherche zu machen. Und ihr werdet feststellen, wenn ihr euch da wirklich mal rein vertieft, dass es schon wichtig ist, immer das Ganze zu sehen und nicht immer nur den Ausschnitt, der einem gerade passt. Keine Dokumentation, Propaganda, ja, schade eigentlich. Ja, das war es für heute. Vielen Dank für die Geduld. Ich denke, ich habe es schon wieder überzogen, aber schneller geht es manchmal wirklich nicht. Es ist ja auch komplex. Wer mag, kann es im Blog nachlesen. Auf Dorf.energy. Blog dann auch. Dort stehen alle Fakten drin. Und wer dazu Fragen hat, findet über die Seite auch die Möglichkeit, mich direkt anzupinnen. Und ich kann nicht tagleich antworten, aber ich antworte. Und wenn ihr Fragen habt, schreibt es einfach. Und wenn ich euch helfen kann, dann helfe ich euch gern. Ja, das war die aktuelle Ausgabe von Dorf von Ost. Erstmal die letzte vor meiner Sommerpause. Jetzt ist erstmal tatsächlich Pause bis Ende August. Aber dann geht es wieder los mit dem, was ich gesagt habe. Vielen herzlichen Dank, bleibt schön gesund, genießt ein wenig den Sommer, auch wenn es vollständig heiß ist. Und schaut genauer hin. Das da draußen ist tatsächlich nicht mehr ganz normal. Bis dahin, macht's gut. Tschüss.